Das Kleingedruckte und sein Freund der Großkonzern – Eine Geschichte über die Leiden des gemeinen Verbrauchers 1


Man nehme ein wunderbar verlockendes Gratis-Angebot, Gutscheine  bei Vertragsabschluss eines „Probe-Abos“, einen einfachen Anruf zur Kundenzufriedenheits-Abfrage und würze alles mit einer versteckten Klausel zur fristgerechten Kündigung, versteckte Adressen, ein wenig Ignoranz und „Das-Wort-im-Munde-herumdrehen“ – und man bekommt: angeblich nicht angekommene Kündigungen, Mahnungen, Briefe vom Inkasso-Büro, wohlmöglich noch eine Gerichtsverhandlung und eine Menge Stress, Frust und Kosten.

Viele können wohl von schlechten Erfahrungen mit Telekommunikationsdienstleistern nicht nur ein Liedchen singen und in zahlreichen Foren kann man so einige ärgerliche Szenarien nachlesen.

Lieblings-Problemkinder der Verbraucher sind hierbei Konzerne wie zum Beispiel 1&1.

Der Internetdienstleister macht es seinen Kunden nicht leicht aus einem bestehenden Vertragsverhältnis wieder herauszukommen. 1&1 fordert seine Kunden auf, Kündigungen stets per Vordruck an eine bestimmte Nummer zu faxen. Doch passiert es dann oft, dass just in dem Moment, in dem man die zahlreichen notwendigen Formulare einschickt, bei der Übermittlung des entscheidenden Dokuments irgendetwas schiefgeht. Tja, so ein unglücklicher Zufall aber auch – oder doch nicht? Da hilft auch die Sendebestätigung des eigenen Faxes nicht weiter. Viele Ex-Kunden berichten von verloren gegangenen Schriftwechseln und grober Ignoranz seitens des Providers.

Außerdem ist es nicht einfach, den Eingang einer Kündigung nachzuweisen. Denn juristisch formuliert heißt es: Derjenige, der sich auf den wirksamen Zugang beruft, trägt die Beweislast – also der Konsument. Die einzige Möglichkeit, einen Beweis vorweisen zu können, bleibt hier dann wohl das Einschreiben mit Rückschein. Bei Faxen der Dokumente sollte außerdem in Erwägung gezogen werden, auch wenn das aufwändiger ist, die Seiten einzeln zu faxen, um für jede Seite eine Sendebestätigung der jeweiligen Seite mit Kopie des Dokuments griffbereit zu haben.

Dennoch bleibt der Gedanke natürlich nicht aus, dass diese komplizierte Kündigungsprozedur dazu da sei, „Leute davon abzuhalten, zu kündigen“.

Ganz ähnliche Vorfälle zeigen sich auch bei Kunden des Internetportals WEB.DE. Und diese Ähnlichkeit ist gar nicht zufälliger Natur, denn WEB.DE ist eine Marke der Firma 1&1 Mail & Media GmbH. Allerdings erhebt WEB.DE nochmal drastischere Maßnahmen um einer Kündigung entgegenzuwirken, beziehungsweise Nutzer in eine Abo-Falle zu locken.

Insbesondere das „Geschenk“ des Web.de Clubs an die Besitzer eines Web.de E-Mail Accounts sorgte für Furore.

Eine angepriesene dreimonatige kostenlose Web.de-Club-Mitgliedschaft zieht ein sich nahtlos anschließendes, kostenpflichtiges Abonnement mit sich. Da durch die Gestaltung des Angebots der Eindruck erweckt wird, es handle sich um ein kostenloses Angebot können die Hinweise auf die entstehenden Kosten leicht übersehen werden.

Wer nicht fristgerecht kündigt, kommt so schnell nicht kostenfrei aus dem Vertrag heraus. Verweigert man dann die Zahlung, wird natürlich sofort das Postfach gesperrt. Dabei kennt das Unternehmen, auch bei klarer Rechtslage zugunsten des Kunden, wenig Nachsicht.

Doch Web.de konnte zu diesem Thema wegen arglistiger Täuschung schon belangt werden.

Auch Vodafone schlägt bei einigen Verbrauchern auf harte Abneigung. Kündigt man fristgerecht, kommt zuerst zwar eine Kündigungsbestätigung, doch folgt prompt zusätzlich noch ein Anruf, ob man denn nicht doch die Kündigung wieder zurückziehen wolle. „Sie können sich ja melden, wenn Sie es sich doch noch einmal anders überlegen“ – „JA, gut. Auf Wiederhören.“ Und schwups hat man mit diesem kleinen Wort die Kündigung wieder zurückgezogen. Davon bekommt man dann erst etwas mit, wenn die nächste Rechnung oder Mahnung von Vodafone mit der Post kommt.

Kleinere, seriöse Anbieter sind hier wohl die einzige Lösung. Fragen Sie uns – Wir beraten Sie gerne!

Auch einige unserer Kunden haben solche und ähnliche Vorfälle schon miterleben müssen.

Haben Sie selbst auch schon schlechte Erfahrungen mit dem „Kleingeruckten“ und Kampfkündigungen gemacht? Erzählen Sie uns Ihre Story! Die dreisteste Masche gewinnt. 😉

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