Die Website soll frischer werden, aber ein Fotograf ist gerade nicht im Budget? Dann ist das Smartphone in Ihrer Tasche eine echte Alternative. Aktuelle Geräte machen erstaunlich gute Bilder, wenn man ein paar Regeln beachtet. Wir zeigen, wie Ihnen Fotos mit dem Smartphone für die Website gelingen, die nicht nach Schnappschuss aussehen. Und wer gerade etwas ruhigere Wochen im Betrieb hat, kann die Zeit gut für ein kleines Fotoprojekt nutzen.
Warum eigene Fotos besser sind als Stockbilder
Lachende Menschen im Anzug vor einem Glasgebäude, perfekte Handwerkerhände in sauberen Handschuhen: Stockfotos kennt jeder, und jeder erkennt sie. Eigene Fotos zeigen Ihre echten Räume, Ihr echtes Team und Ihre echte Arbeit. Das schafft Vertrauen, gerade bei lokalen Kunden, die Sie vielleicht schon einmal persönlich getroffen haben. Ein ehrliches, gut gemachtes Foto schlägt ein glattes Stockbild fast immer.
Fotos mit dem Smartphone für die Website: Die Grundregeln
1. Linse putzen
Kein Witz: Die Linse auf der Rückseite des Handys ist fast immer verschmiert. Einmal mit einem weichen Tuch darüber wischen, und die Bilder werden sofort klarer.
2. Licht ist alles
Das wichtigste Kriterium für ein gutes Foto ist Licht. Am besten ist weiches Tageslicht, etwa am Vormittag am Fenster oder an einem leicht bewölkten Tag draußen. Vermeiden Sie grelle Mittagssonne mit harten Schatten und Gegenlicht, wenn die Person vor dem Fenster steht. Den eingebauten Blitz lassen Sie lieber aus, er macht Gesichter flach und Räume ungemütlich.
3. Raster einschalten
In den Kameraeinstellungen lässt sich ein Gitter einblenden. Es hilft, den Horizont gerade zu halten und das Motiv nach der Drittel-Regel zu platzieren: Wichtiges liegt nicht genau in der Mitte, sondern auf einer der Linien oder Kreuzungspunkte. Das wirkt lebendiger.
4. Näher rangehen statt zoomen
Der digitale Zoom vergrößert nur Pixel. Gehen Sie lieber ein paar Schritte näher. Viele neuere Smartphones haben mehrere Objektive, dann können Sie zwischen diesen wechseln, ohne an Qualität zu verlieren.
5. Ruhig halten
Gerade in Innenräumen verwackeln Bilder schnell. Stützen Sie das Handy ab, nutzen Sie ein kleines Stativ oder lösen Sie mit dem Selbstauslöser aus.
6. Aufräumen
Kabel, Kaffeebecher, Kartons, ein Wäscheständer im Hintergrund: Schauen Sie vor dem Auslösen einmal bewusst auf das ganze Bild, nicht nur auf das Motiv.
Welche Formate braucht die Website?
| Verwendung | Format beim Fotografieren | Tipp |
|---|---|---|
| Großes Kopfbild auf der Startseite | Querformat | viel Luft um das Motiv lassen, weil oft beschnitten wird |
| Teamfotos und Porträts | Hochformat oder Querformat, einheitlich für alle | gleicher Hintergrund, gleiches Licht, gleicher Ausschnitt |
| Referenzprojekte | Querformat | Übersicht plus zwei, drei Detailaufnahmen |
| Social Media | quadratisch oder Hochformat | gleich mitdenken, dann reicht ein Fototermin |
Unser Tipp: Machen Sie von jedem Motiv mehrere Varianten, im Hoch- und im Querformat, mit mehr und weniger Abstand. Speicherplatz kostet nichts, ein zweiter Fototermin schon.
Motive, die auf fast jeder Firmenwebsite funktionieren
- Das Team, einzeln und als Gruppe, möglichst bei der Arbeit statt in Reih und Glied
- Hände bei der Arbeit: am Werkstück, an der Tastatur, im Kundengespräch
- Ihr Eingang und Ihr Empfang, damit Kunden Sie wiedererkennen
- Produkte und Ergebnisse, gern als Vorher-nachher
- Werkzeuge, Material, Details, die Ihre Arbeit besonders machen
- Ihr Standort in der Stadt, ein bisschen Mainz darf ruhig sein
Bearbeitung: dezent statt Filter
Die Bildbearbeitung auf dem Handy reicht für die meisten Zwecke. Richten Sie das Bild gerade aus, schneiden Sie es zu, und passen Sie Helligkeit und Kontrast vorsichtig an. Starke Filter, übertriebene Sättigung und künstliche Unschärfe wirken schnell unprofessionell. Ziel ist ein Bild, das natürlich aussieht, nur ein bisschen besser.
Technik für die Website
Smartphone-Fotos sind oft mehrere Megabyte groß. Direkt hochgeladen, bremsen sie Ihre Website aus, besonders auf dem Handy. Verkleinern Sie die Bilder vorher auf die Größe, in der sie angezeigt werden, und komprimieren Sie sie. Geben Sie den Dateien sprechende Namen wie „schreinerei-mainz-werkstatt.jpg“ statt „IMG_4711.jpg“ und hinterlegen Sie einen Alternativtext, der beschreibt, was zu sehen ist. Das hilft Menschen, die Screenreader nutzen, und Suchmaschinen gleichermaßen.
Bildrechte und Einwilligungen
Bevor Sie Ihr Team ins Netz stellen: Holen Sie eine Einwilligung ein, am besten schriftlich, und erklären Sie, wo die Bilder erscheinen. Wer nicht abgebildet werden möchte, wird nicht abgebildet. Wenn jemand das Unternehmen verlässt, sollten Sie auf Wunsch sein Bild entfernen. Für Kunden und deren Gebäude gilt: Fragen Sie vorher, ob Sie Referenzfotos veröffentlichen dürfen. Und noch ein Hinweis: Wenn ein Mitarbeitender privat ein schönes Foto gemacht hat, liegen die Rechte daran zunächst bei ihm. Klären Sie kurz, dass Sie es für die Website nutzen dürfen.
Checkliste für Ihren Fototag
- Motivliste erstellen: Was soll auf welche Seite?
- Einwilligungen der Abgebildeten einholen
- Räume aufräumen, Arbeitskleidung sauber
- Termin bei gutem Tageslicht wählen
- Linse putzen, Akku laden, Speicher freiräumen
- Jedes Motiv mehrfach und in verschiedenen Formaten fotografieren
- Auswahl treffen, dezent bearbeiten, für das Web verkleinern
Wir helfen Ihnen gerne
Sie haben Fotos gemacht und möchten Ihre Website damit auffrischen? Das Marketing-Team der Mittelstandsoptimierer hilft bei Auswahl, Bearbeitung und Einbindung und sorgt dafür, dass Ihre Seite schnell bleibt. Rufen Sie uns an: 06131 144928-0.
Herzliche Grüße aus Mainz




