Die Weihnachtsfeier steht vor der Tür, und irgendwer soll Fotos machen. Meistens trifft es denjenigen, der „doch so eine gute Kamera hat“ oder einfach am nächsten an der Tür sitzt. Am nächsten Morgen sind die Bilder dann dunkel, verwackelt oder voller roter Augen. Damit das bei Ihnen nicht passiert, haben wir unsere besten Tipps für Weihnachtsfeier-Fotos zusammengestellt, aus der Praxis unseres Marketing-Teams, das jedes Jahr auch die eigene Feier dokumentiert.
Vorbereitung am Nachmittag
Viele misslungene Fotos auf der Weihnachtsfeier haben eine banale Ursache: leerer Akku, volle Speicherkarte, falsche Einstellung vom letzten Urlaub. Laden Sie Akkus und Blitz am Nachmittag vollständig auf, nehmen Sie eine leere Ersatzkarte mit und machen Sie vor Ort ein paar Testbilder, bevor die ersten Gäste kommen. So wissen Sie, wie Licht und Kamera zusammenspielen, und müssen später nicht hektisch im Menü suchen.
Das größte Problem: zu wenig Licht
Weihnachtsfeiern finden fast immer abends statt, oft in Restaurants mit gedimmtem Licht und Kerzen. Für Stimmung ist das wunderbar, für Kameras ist es eine Herausforderung. Bei wenig Licht muss die Kamera länger belichten oder das Bild verstärken. Das Ergebnis: Verwackler, Bewegungsunschärfe oder starkes Bildrauschen.
Was hilft:
- Lichtquellen nutzen: Setzen Sie Personen so, dass das vorhandene Licht auf ihr Gesicht fällt, nicht in ihren Rücken.
- Ruhig halten: Ellbogen am Körper, ausatmen, dann auslösen. Oder die Kamera auf einen Tisch oder eine Stuhllehne stützen.
- Serienbilder machen: Von drei schnell hintereinander gemachten Fotos ist meist eines scharf.
- Lichtstärkeres Objektiv: Wer eine Spiegelreflex- oder Systemkamera hat, holt mit einer lichtstarken Festbrennweite deutlich mehr aus der Situation heraus als mit dem Standardzoom.
Blitzen, aber richtig
Der eingebaute Blitz direkt nach vorne erzeugt das typische Partyfoto: grell ausgeleuchtete Gesichter vor schwarzem Hintergrund, harte Schatten, rote Augen. Es geht besser:
Mit Aufsteckblitz
Drehen Sie den Blitzkopf zur Decke oder zu einer hellen Wand. Das Licht wird dann weich zurückgeworfen und wirkt viel natürlicher. Achtung bei farbigen Wänden: Die Farbe wird mit reflektiert.
Mit eingebautem Blitz
Reduzieren Sie die Blitzleistung, falls Ihre Kamera das erlaubt, und kombinieren Sie den Blitz mit einer etwas längeren Belichtungszeit. So bleibt die Stimmung im Hintergrund erhalten, und die Personen im Vordergrund sind trotzdem scharf.
Mit dem Smartphone
Hier sind wir ehrlich: Der kleine LED-Blitz im Handy macht selten schöne Bilder. Fotografieren Sie lieber ohne Blitz, suchen Sie hellere Ecken und gehen Sie näher heran, statt digital zu zoomen. Der Digitalzoom vergrößert nur das Rauschen.
Die richtigen Momente erwischen
Gute Feierfotos zeigen Stimmung, nicht nur Gesichter. Achten Sie auf diese Situationen:
- Ankommen: Begrüßungen und erste Gespräche, die Leute sind noch frisch und gut gelaunt.
- Die Rede der Geschäftsführung: Ein Bild von vorne, eines von hinten mit Blick auf das Publikum.
- Details: gedeckter Tisch, Dekoration, Namenskärtchen, das Buffet, bevor es geplündert wird.
- Lachen: echte Reaktionen bei Spielen, Wichteln oder Anekdoten.
- Das Gruppenbild: früh am Abend machen, solange alle noch da sind und die Krawatten noch sitzen.
Das Gruppenbild ohne Chaos
Gruppenfotos scheitern meist an der Organisation, nicht an der Technik. Kündigen Sie das Foto an, wählen Sie vorher einen hellen Platz mit ruhigem Hintergrund und stellen Sie größere Personen nach hinten. Machen Sie mehrere Aufnahmen hintereinander, irgendwer blinzelt immer. Ein erhöhter Standpunkt, etwa auf einem stabilen Stuhl, sorgt dafür, dass auch die hinteren Reihen zu sehen sind. Und wer fotografiert, sollte danach auch einmal mit aufs Bild: Bitten Sie einen Kollegen oder den Kellner, auszulösen.
Spickzettel für Kameraeinstellungen
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Gespräche am Tisch | ohne Blitz, hohe ISO, offene Blende, Serienbild |
| Rede oder Ansprache | längere Brennweite, ohne Blitz, um nicht zu stören |
| Tanzfläche | Blitz indirekt, etwas längere Belichtung für bewegtes Licht |
| Gruppenbild | Blitz indirekt oder heller Standort, Blende etwas schließen für mehr Schärfentiefe |
| Deko und Details | nah heran, vorhandenes Licht, Kamera aufstützen |
Vor dem Veröffentlichen: Fragen Sie nach
Die Fotos sind gelungen, und die Kollegen aus dem Marketing möchten ein paar davon auf die Website oder die Facebook-Seite stellen? Dann denken Sie an das Recht am eigenen Bild. Grundsätzlich dürfen Bildnisse von Personen nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden. Auf einer internen Feier gibt es keine Ausnahme, nur weil es „alle mitbekommen haben“. Unsere Empfehlung:
- Kündigen Sie zu Beginn an, dass fotografiert wird und wofür die Bilder gedacht sind.
- Respektieren Sie es, wenn jemand nicht fotografiert werden möchte.
- Holen Sie für Veröffentlichungen eine Einwilligung ein, am besten schriftlich.
- Verzichten Sie auf Bilder, die jemanden in unvorteilhafter Lage zeigen. Was um 23 Uhr lustig ist, ist es am Montagmorgen oft nicht mehr.
Für die interne Verteilung genügt oft ein geschützter Ordner im Firmennetz statt eines öffentlichen Online-Albums.
Nach der Feier: Auswahl ist alles
Zeigen Sie nicht alle 400 Bilder, sondern die besten 30. Sortieren Sie unscharfe und doppelte Aufnahmen aus, korrigieren Sie bei Bedarf Helligkeit und Farbtemperatur. Kunstlicht macht Fotos oft gelblich; ein kleiner Schieberegler in jeder gängigen Bildbearbeitung hilft. Ihre Kollegen werden Ihnen für eine kurze, gute Auswahl dankbarer sein als für eine endlose Galerie.
Wir helfen Ihnen gerne
Sie brauchen professionelle Fotos von Ihrem Team, Ihren Räumen oder Ihrer Veranstaltung, etwa für die Website oder die Pressearbeit? Das Marketing-Team der Mittelstandsoptimierer unterstützt Sie bei Fotografie, Bildauswahl und Veröffentlichung. Rufen Sie uns an unter 06131 144928-0.
Herzliche Grüße aus Mainz




