Küchentisch, Café oder gleich ein eigenes Büro mit Fünfjahresvertrag? Zwischen diesen Extremen gibt es eine dritte Möglichkeit, die auch bei uns in Mainz immer gefragter wird: Coworking. Sie mieten einen Schreibtisch, nutzen Internet, Drucker und Besprechungsraum mit und teilen sich die Räume mit anderen Selbstständigen und kleinen Teams. Doch für wen lohnt sich Coworking in Mainz wirklich, und wann ist ein eigenes Büro die bessere Wahl? Wir haben die typischen Fälle zusammengetragen.
Was Coworking eigentlich ist
Ein Coworking-Space ist mehr als ein Großraumbüro zur Untermiete. Die Idee: Menschen aus unterschiedlichen Branchen arbeiten unter einem Dach, jeder an seinen eigenen Projekten, aber mit der Möglichkeit, sich auszutauschen. Die Infrastruktur ist vorhanden, Sie bringen nur Ihren Laptop mit. Abgerechnet wird je nach Anbieter tageweise, monatlich oder über Kontingente.
Üblich sind zwei Varianten:
- Flexibler Platz: Sie setzen sich an einen freien Schreibtisch. Günstig, aber Sie räumen abends auf.
- Fester Platz: Ihr Schreibtisch gehört Ihnen, Ihre Unterlagen können liegen bleiben, oft mit abschließbarem Container.
Für wen sich Coworking lohnt
Freiberufler und Kreative
Grafikerinnen, Texter, Programmierer, Übersetzerinnen: Wer allein arbeitet, kennt das Problem. Zu Hause lenken Waschmaschine und Kühlschrank ab, und nach ein paar Monaten fehlt der Austausch. Im Coworking-Space trennen Sie Arbeit und Privatleben wieder, und der Kollege am Nachbartisch hat vielleicht genau das Wissen, das Ihnen gerade fehlt.
Gründer in der Startphase
Am Anfang weiß niemand, wie schnell ein Unternehmen wächst. Ein Mietvertrag über mehrere Jahre bindet Kapital und Nerven. Coworking erlaubt es, mit einem Platz zu starten und bei Bedarf aufzustocken. Dazu kommt eine seriöse Geschäftsadresse, an der Sie Kunden empfangen können, statt sie ins Wohnzimmer zu bitten.
Teams auf Zeit
Projektteams, die für einige Wochen in Mainz arbeiten, Außendienstmitarbeiter mit Basis in der Region oder Unternehmen, die einen zweiten Standort testen wollen: Für sie ist Coworking oft günstiger und schneller als jede andere Lösung. Morgen anfangen statt erst Möbel bestellen.
Pendler und Heimarbeiter
Wer mehrere Tage pro Woche von zu Hause arbeiten darf, aber zu Hause keinen ruhigen Platz hat, findet im Coworking-Space einen echten Arbeitsplatz in der Nähe. Das spart Fahrtzeit und schont die Familienharmonie.
Für wen es eher nichts ist
Ehrlichkeit gehört dazu: Nicht jeder ist im Coworking-Space glücklich.
- Wer viel vertraulich telefoniert, braucht Rückzugsmöglichkeiten. Fragen Sie nach Telefonboxen oder separaten Räumen.
- Wer mit sensiblen Papierakten arbeitet, etwa im Gesundheits- oder Rechtsbereich, muss besonders auf abschließbare Schränke und Datenschutz achten.
- Teams ab etwa zehn Personen sind mit eigenen Räumen meist besser bedient, es sei denn, der Anbieter hat abgeschlossene Teambüros.
- Wer viel Lager, Werkstatt oder Laufkundschaft hat, ist im Coworking falsch.
Coworking oder eigenes Büro? Der Vergleich
| Kriterium | Coworking | Eigenes Büro |
|---|---|---|
| Vertragsbindung | kurz, flexibel | meist mehrjährig |
| Startkosten | gering, keine Möbel nötig | Kaution, Einrichtung, IT |
| Nebenkosten | in der Regel enthalten | Strom, Heizung, Internet, Reinigung extra |
| Austausch | eingebaut | nur mit eigenem Team |
| Ruhe und Vertraulichkeit | abhängig vom Space | volle Kontrolle |
| Gestaltung | vorgegeben | frei |
Unser Tipp: Rechnen Sie nicht nur die Miete gegeneinander, sondern alle Kosten. Ein eigenes Büro braucht Internetanschluss, Drucker, Kaffeemaschine, Reinigung, Versicherung und Zeit für die Verwaltung. Diese Posten werden bei Gründern regelmäßig unterschätzt.
Checkliste: Daran erkennen Sie einen guten Coworking-Space
- Internet: Ist die Verbindung stabil und schnell genug, auch wenn alle gleichzeitig arbeiten? Gibt es eine kabelgebundene Alternative zum WLAN?
- Besprechungsraum: Kann ich ihn buchen, und was kostet das?
- Zugang: Zu welchen Zeiten komme ich rein? Auch abends und am Wochenende?
- Erreichbarkeit: Wie komme ich mit Bus, Bahn oder Auto hin? Gibt es Parkplätze?
- Geschäftsadresse: Darf ich die Adresse für Briefkopf und Impressum nutzen, und wird meine Post angenommen?
- Atmosphäre: Arbeiten dort Menschen, mit denen ich gern den Kaffee teile?
- Probetag: Kann ich vorher einen Tag zur Probe arbeiten?
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Ein Tag vor Ort sagt mehr als jede Website.
Häufige Fragen zum Coworking
Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?
Wer selbstständig ist, kann die Kosten für einen beruflich genutzten Arbeitsplatz in der Regel als Betriebsausgabe geltend machen. Wie das im Einzelfall aussieht, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung. Bewahren Sie die Rechnungen des Anbieters jedenfalls sorgfältig auf.
Wie sieht es mit Datenschutz und Vertraulichkeit aus?
Ihr Laptop sollte gesperrt werden, sobald Sie aufstehen, und vertrauliche Gespräche gehören in einen separaten Raum. Fragen Sie außerdem, wie das Netzwerk aufgebaut ist: In einem guten Space sind die Geräte der Nutzer voneinander getrennt.
Was ist, wenn mein Team wächst?
Das ist einer der größten Vorteile. Statt umzuziehen, buchen Sie einen weiteren Platz dazu. Und falls das Team irgendwann ein eigenes Büro braucht, haben Sie bis dahin wertvolle Erfahrung gesammelt, wie viel Fläche Sie wirklich benötigen.
Unsere Erfahrung aus der Binger Straße
In der Binger Straße 22 in Mainz arbeiten wir selbst Tür an Tür mit anderen Unternehmen. Was wir dabei immer wieder erleben: Die kurzen Wege sind Gold wert. Die Frage nach einem Steuerberater, einem guten Fotografen oder einer schnellen Lösung für ein Druckerproblem ist oft mit einem Gang über den Flur beantwortet. Genau dieses Netzwerk ist der eigentliche Mehrwert, den ein Coworking-Space gegenüber dem Homeoffice bietet.
Wir helfen Ihnen gerne
Sie suchen einen Arbeitsplatz in Mainz, flexibel und ohne lange Bindung? Schauen Sie sich das Coworking-Angebot MZ-22 in der Binger Str. 22 an oder kommen Sie einfach auf einen Probetag vorbei. Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 06131 144928-0.
Herzliche Grüße aus Mainz




