Diaspora*: Anti-Facebook?


Soziale Netzwerke schießen ja mittlerweile wie Pilze aus dem Boden und nicht alle sind gekommen um zu bleiben. Man erinnere sich an wer-kennt-wen, studiVZ, Jappy und wie sie alle heißen. Zwar existiren sie noch, allerdings sprechen die sinkenden Mitgliederzahlen eine deutliche Sprache.

Facebook hingegen hat sich durchgesetzt und Gründer Mark Zuckerberg kann sich über ca. 800 Millionen Nutzer freuen. Der Erfolg lässt sich auf unterschiedliche Weisen begründen, ein wichtiger ist aber mit Sicherheit die Öffnung der Plattform für Anwendungen von Drittanbietern 2007. Vor allem der Spielehersteller Zynga konnte mit Spielen wie Farmville oder Cityville davon profitieren. Auch zusätzliche Funktionen wie Facebook Places konnten dazu beitragen Nutzer zu binden.

Negative Aspekte sind die Datenschutzpolitik Facebooks sowie die komplizierten Nutzereinstellungen, die von vielen Seiten beanstandet werden. Der Nutzer kann letztendlich nicht nachvollziehen, was mit seinen Daten geschieht.

An dieser Stelle setzt das Diaspora-Projekt an.

Diaspora*

Diaspora ist eine Non-Profit-Organisation, die im April 2010 von vier Informatikstudenten (Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy († 13.11.11) der New Yorker Universität ins Leben gerufen wurde. Das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spendengelder. Im Zentrum steht die Idee, dass jeder Nutzer eigene Server betreiben kann, um so einen kontrollierten und einfachen Austausch von Daten im Internet zu gewährleisten und die eigenen Daten kontrollieren zu können. Es ist ein dezentrales soziales Netzwerk (quelloffen) dass die gleichen Basics wie Facebook bietet (Pinnwand, Spiele, Chat) aber die Daten auf persönlichen Webservern („Pods“) ablegt. Privatsphärefreundlich also. Daten schützen statt Daten sammeln, ein guter Gedanke der viele Leute anziehen dürfte.

Noch ist es allerdings nicht für alle offen, sondern befindet sich in der Alphaphase. Wer es trotzdem schon ausprobieren möchte kann das hier auf dem deutschen Pod tun. Medienberichten zufolge soll die Betaversion aber Ende November 2011 bereitstehen. Dann wird die Zeit zeigen, ob Diaspora mit seiner Nutzerfreundlichkeit überzeugen und sich durchsetzten kann.

Weitere Artikel über Diaspora*:

http://www.heise.de/tr/artikel/Bye-bye-Facebook-1156977.html

http://www.nytimes.com/2010/05/12/nyregion/12about.html

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