„Was kostet eigentlich ein Logo?“ Diese Frage bekommen wir oft, meist von Gründern, manchmal von Betrieben, die seit zwanzig Jahren mit einem selbstgebastelten Schriftzug unterwegs sind. Die ehrliche Antwort: Wer ein Logo erstellen lassen will, findet Angebote von kostenlos bis weit in den fünfstelligen Bereich. Die Kosten hängen davon ab, was Sie bekommen, und das ist sehr unterschiedlich. Wir erklären die Unterschiede, damit Sie entscheiden können, was zu Ihnen passt.
Was ein gutes Logo leisten muss
Bevor es um Geld geht, kurz zum Anspruch. Ein gutes Logo ist:
- einprägsam: einfach genug, um es nach einem Blick wiederzuerkennen,
- vielseitig: funktioniert auf der Visitenkarte, dem Firmenwagen, der Website, als kleines Symbol im Browser-Tab und in Schwarz-Weiß,
- passend: vermittelt, wofür Ihr Unternehmen steht,
- eigenständig: verwechselt man es nicht mit dem Logo eines Wettbewerbers,
- zeitlos: folgt nicht nur einem Trend, der in drei Jahren altbacken wirkt.
Diese Eigenschaften entstehen nicht zufällig, sondern durch Nachdenken über Ihr Unternehmen. Genau das ist der Teil, der Zeit und damit Geld kostet.
Logo erstellen lassen: Die Kosten im Vergleich
Die folgenden Bandbreiten sind grobe Erfahrungswerte aus dem Markt, keine festen Preise. Sie sollen helfen, Angebote einzuordnen.
| Weg | Grobe Kosten | Was Sie bekommen | Für wen |
|---|---|---|---|
| Logo-Generator im Netz | kostenlos bis niedriger zweistelliger Betrag | Symbol aus Baukasten plus Schrift, oft nicht exklusiv | Hobby, Testphase |
| Design-Plattform oder Wettbewerb | meist unteres dreistelliges Budget | viele Entwürfe, wenig Beratung, Qualität schwankt | knappes Budget, klare Vorstellung |
| Freelancer | einige hundert bis wenige tausend Euro | persönliche Betreuung, mehrere Entwürfe, Korrekturschleifen | Gründer, kleine Betriebe |
| Agentur | häufig vierstellig, mit Markenstrategie auch mehr | Analyse, Konzept, Logo und Gestaltungsrichtlinien | etablierte Betriebe, Neuausrichtung |
Wovon der Preis abhängt
1. Analyse und Konzept
Ein Designer, der sich mit Ihrer Zielgruppe, Ihren Wettbewerbern und Ihren Werten beschäftigt, braucht dafür Zeit. Beim Generator fällt dieser Schritt komplett weg, und das sieht man dem Ergebnis oft an.
2. Anzahl der Entwürfe und Korrekturen
Drei Entwürfe und zwei Korrekturschleifen sind etwas anderes als unbegrenzte Änderungen. Klären Sie das vorher.
3. Umfang der Lieferung
Bekommen Sie nur eine Bilddatei, oder ein komplettes Paket: Vektordateien, Varianten für hellen und dunklen Hintergrund, eine einfarbige Version, ein kleines Symbol, Farbwerte für Druck und Bildschirm, eine Schriftempfehlung? Gerade die Vektordatei ist entscheidend: Ohne sie wird jeder spätere Druck auf Schild, Fahrzeug oder Messewand zum Problem.
4. Nutzungsrechte
Das wird oft vergessen. Der Designer ist Urheber des Logos, Sie brauchen die Nutzungsrechte. Für ein Firmenlogo sollten das in aller Regel ausschließliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Rechte für alle Medien sein, inklusive des Rechts, das Logo zu verändern und als Marke anzumelden. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen. Der Umfang der Rechte ist ein wesentlicher Teil des Preises.
5. Erfahrung und Region
Wie in jedem Handwerk: Erfahrung kostet, spart aber oft Umwege.
Die versteckten Kosten der billigen Lösung
Ein Logo für wenig Geld kann eine gute Wahl sein, wenn Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Typische Probleme, die wir später reparieren dürfen:
- Das Symbol stammt aus einer Bilddatenbank und wird von Dutzenden anderen Firmen genutzt.
- Es gibt nur eine pixelige Bilddatei, die auf dem Firmenschild verschwimmt.
- Das Logo ist so detailreich, dass es klein nicht mehr lesbar ist.
- Die verwendete Schrift darf kommerziell gar nicht genutzt werden.
- Bei der Markenanmeldung stellt sich heraus, dass es ein ähnliches, älteres Zeichen gibt.
Ein neues Logo nach zwei Jahren bedeutet nicht nur neue Designkosten, sondern auch neue Visitenkarten, Schilder, Fahrzeugbeschriftung und Werbemittel. Gerade deshalb lohnt es sich, beim ersten Mal gründlich zu sein.
Logo selbst gestalten?
Natürlich können Sie Ihr Logo auch selbst entwerfen. Manche der bekanntesten Logos der Welt waren am Anfang ziemlich einfach. Wenn Sie es selbst versuchen, beachten Sie ein paar Grundregeln: höchstens zwei Farben und eine Schrift, keine Effekte wie Schatten oder Verläufe, und testen Sie Ihren Entwurf in Briefmarkengröße und in Schwarz-Weiß. Und holen Sie sich ehrliches Feedback von Menschen, die Ihr Unternehmen nicht kennen. Wenn die nach fünf Sekunden nicht ungefähr sagen können, was Sie machen, ist das Logo noch nicht fertig.
Checkliste für Ihr Angebot
- Ist eine Analyse- oder Briefingphase enthalten?
- Wie viele Entwürfe und Korrekturschleifen sind vereinbart?
- Welche Dateiformate und Varianten werden geliefert?
- Welche Nutzungsrechte erhalten Sie, und sind sie schriftlich geregelt?
- Sind Schriften und Bildelemente für die kommerzielle Nutzung lizenziert?
- Gibt es einfache Gestaltungsregeln zu Farben, Abständen und Mindestgröße?
- Wurde geprüft, ob es ähnliche Logos oder Marken gibt?
Und danach?
Ein Logo allein ist noch kein Auftritt. Die Wirkung entsteht erst, wenn es überall einheitlich eingesetzt wird: auf Website, Briefpapier, Social Media und im Geschäft. Planen Sie deshalb gleich mit, wo Ihr Logo überall erscheinen soll, und in welcher Reihenfolge Sie Ihre Materialien erneuern.
Wir helfen Ihnen gerne
Sie möchten ein Logo erstellen lassen, das zu Ihrem Unternehmen passt und lange trägt? Das Marketing-Team der Mittelstandsoptimierer entwickelt mit Ihnen Logo und Erscheinungsbild und setzt es auf Website und Drucksachen um. Und wenn Ihr Logo auch am Empfang glänzen soll: Logotheke baut Empfangstheken mit Ihrem Logo. Rufen Sie uns an: 06131 144928-0.
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