Graph Search: Die neue Facebook Suchfunktion


Wahrscheinlich haben es viele schon mitbekommen: die Suche bei Facebook wird ab sofort noch spezifischer, seit Kurzem ist es nämlich möglich, dass man einen unbekannten Benutzer mit Hilfe von Fragen oder Schlagwörter finden kann (allerdings vorerst nur, wenn man sein Profil auf „US English“ eingestellt hat). Vorher war dies nur mit Hilfe des Vor-/Zunamens, der Mobilnummer oder der E-Mail-Adresse möglich.  

Viele Nutzer denken sicher, dass sie die Privatsphäre-Einstellungen gut und sicher getroffen haben, aber was passiert beispielsweise im folgenden Fall: Man kommentiert das Bild eines Freundes mit den Worten ,,Deine neue Frisur ist klasse! Hast du die beim Friseur XY machen lassen?“ Wenn dieser keine hohen Sicherheitseinstellungen getroffen hat, wird man künftig den Kommentierenden und den Kommentierten in Zusammenhang mit Friseur XY und über das Interessengebiet „Frisuren“ ausfindig machen können. Gruselig, oder?

Oder ein anderes Beispiel: Bei einem Test der Süddeutschen Zeitung konnten verheiratete Personen gesucht und gefunden werden, die Seitensprungseiten und Partnervermittlungen geliked hatten. Skurril bis beängstigend, nicht wahr?

Hier haben wir einige Tipps, wie Sie sich schützen können:

Preisgeben persönlicher Daten

Welche Angaben man auf seinem Profil preisgibt, hat jeder selbst in der Hand. Sie sollten also stets gut überlegen, ob das gerade Eingetippte, aber noch nicht abgesendete Posting wirklich notwendig ist, oder Ihnen sogar später schaden könnte. Stellen Sie also nur online, was Sie Ihren Freunden und Bekannten auch persönlich sagen würden bzw. was öffentlich werden darf. Angaben wie der Beziehungsstatus müssen nicht zwangsläufig eingetragen werden, auf Lästerattacken oder Postings wie ‚Ich bin gerade auf dem Klo‘ sollte verzichtet werden.

‚Gefällt mir‘-Angaben

Seit Graph Search kann man anhand von ‚Gefällt mir‘-Angaben gefiltert werden. Wer zum Beispiel nach ‚AC/DC-Fans‘ sucht, findet entsprechende Personen in der Ergebnisliste. Sie wollen nicht anhand Ihrer Vorlieben bei einer Facebook-Suche gefunden werden? Die eigenen Likes kann man einem eingeschränkten Publikum zeigen. Dazu klicken Sie im eigenen Profil auf den Reiter ‚Mehr‘, dann auf ‚Gefällt mir‘-Angaben.

Auf das Stift-Symbol klicken, dann ‚Privatsphäre bearbeiten‘ aufrufen. Jetzt können Sie entscheiden, welche Angaben Sie öffentlich machen wollen und welche nicht.

Mit dem Chef befreundet, er soll aber keine privaten Posts sehen?

Achten Sie in diesem Fall darauf, welche Personen sich in Ihrer Freundesliste befinden. Womöglich Ihr Chef? Inzwischen kann bei Facebook jedes einzelne Posting hinsichtlich seiner Privatsphäre benutzerdefiniert veröffentlicht werden. Dazu klicken Sie links vom ‚Posten‘-Button im Statusfenster, für wen der Text, das Bild oder das Album sichtbar sein soll. So können Sie unbedenklich mit dem Chef befreundet sein und trotzdem ist für ihn Ihr letztes Urlaubsalbum nicht sichtbar, wenn Sie das nicht möchten. Alternativ sortieren Sie Ihren Chef einfach direkt in die Freundesliste ‚Geschäftliches‘. Wie das geht, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag: ‚Geschäftliches von Privatem trennen‘.

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