Passend zu den Feiertagen! IT-Begriffe einfach erklärt –heute: Easter Egg


Wer jetzt tatsächlich an versteckte Ostereier oder leckere, kleine, schokoladene Überraschungen denkt, liegt damit gar nicht so falsch…

Denn in der IT-Branche bezeichnet der Begriff „Easter Egg“, ganz ähnlich wie die Osterleckereien im Garten, eine versteckte Besonderheit oder Spielerei – allerdings in Medien und Computerspielen.

Es gibt mehrere mögliche Formen von Easter Eggs.

Das erste „Osterei“ versteckte 1978 der Programmierer Warren Robinett, der zu dieser Zeit Spiele für Atari entwickelte. Damals war es noch untersagt, die Namen der Entwickler zu nennen. Als Protest gegen seinen Arbeitgeber platzierte er in dem Spiel „Adventure“ einen versteckten Raum, in dem der Satz: „Entwickelt von Warren Robinett“ zu lesen war.

Weitere Beispiele sind etwa Geheimlevel in Computer- oder Konsolenspielen, in die man nur dann gelangt, wenn man gut getarnte Orte oder Durchgänge findet, die einen in das geheime Level bringen. Meist dienen diese Levels dazu, beim vollständigen Durchspielen eines Games einen Spielstand von 100% zu erreichen.

Aber nicht nur Geheimlevel, sondern auch plötzlich auftretende, absurde und witzige Situationen zählen zu der Gruppe „Easter Eggs“: So kommt es in Fußballspielen schon einmal vor, dass die virtuellen Sportler von Außerirdischen entführt werden oder ins Trainingscamp nach Atlantis müssen.

Auch in Computersoftware oder Webbrowsern gibt es Easter Eggs, die durch eine bestimmte Tastenkombination sichtbar gemacht werden können. Dazu zählen z.B ein Flipper-Spiel in Word 97, ein Flugsimulator in Excel 97 oder auch Nachrichten von Robotern und das Buch des Mozilla in dem gleichnamigen Webbrowser.

Doch nicht jeder Zusatz darf als Easter Egg bezeichnet werden. Ein wahres Osterei ist:

  1. versteckt,  unauffällig und nicht dokumentiert
    Ein Easter Egg sollte kein legitimiertes Zubehör eines Produktes oder ein fester Bestandteil der Handlung sein. Easter Eggs fallen auf entweder weil sie keineswegs in ihre Umgebung passen (wie z.B. der Flipper in Word), oder weil sie eine tiefere persönliche Bedeutung für den Entwickler haben, der es rein zur Unterhaltung einbaut.
  2. reproduzierbar
    Jeder Benutzer mit dem gleichen Produkt muss in der Lage sein mithilfe der Anleitung dieselben Effekte zu erzielen.
  3. von den Entwicklern aus persönlichen Gründen eingesetzt
    Das Ei muss absichtlich dort eingesetzt worden sein und muss einen signifikanten Stellenwert für den Entwickler haben.
  4. nicht schädlich
    Easter Eggs sollen Spaß bereiten und keinen Schaden anrichten.

Doch nicht nur die Spieler und Nutzer haben von Anfang an Gefallen an den witzigen Überraschungen gefunden. Denn ist einmal ein Easter Egg von einem Spieler gefunden, verbreitet sich die Neuigkeit und die dazugehörige Anleitung sofort sehr schnell unter Mitspielern und somit auch unter möglichen Käufern, die ebenfalls unbedingt das Ei finden wollen. Also bringen die ulkigen Extras mehr Interesse an dem Produkt seitens der Verbraucher und somit mehr Gewinn für die Entwickler.

Doch wegen der häufiger auftretenden Viren, Würmern und anderen schädlichen Programmen neigen Softwareentwickler immer mehr dazu, keine Easter Eggs einbauen zu lassen. Zu hoch ist das Risiko, dass Verbraucher das Produkt als nicht vertrauenswürdig ansehen könnten.

Sie haben schon ein Easter Egg gefunden, das andere Leser unseres Blogs auch ausprobieren könnten? Lassen Sie uns teilhaben und erzählen Sie uns per Kommentar wie man das Ei finden kann. =)

Abgesehen von den elektronischen Spielereien, wünschen wir Ihnen ebenso viel Spaß und Vergnügen bei der Suche nach den leckeren Überraschungen im Garten in den kommenden Feiertagen! 

Eine erholsame Zeit und frohe Ostern wünscht Ihnen

das Team der Rhein-Main Aktiv Gruppe.

                 

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