Wie funktioniert die automatische Facebook-Gesichtserkennung?


Technisch gesehen zählt die Facebook-Gesichtserkennung zu den biometrischen Verfahren, wie beispielsweise auch die Identifizierung via Fingerabdruck. Man unterscheidet bei der Gesichtserkennung  zwischen 2D und 3D Verfahren.

Bei der 2D-Gesichtserkennung werden mit Hilfe des Elastic Graph Matching besondere Merkmale des Gesichts durch Graphen vermessen. Eine handelsübliche Kamera dient zur Erfassung. Dabei wird ein Gitter über das Gesicht gelegt und Knotenpunkte auf markante Gesichtselemente wie Augen oder Nasenspitze platziert. Die ausgewählten Punkte bilden ein elastisches Gitter mit festen Beziehungen. Diese bleiben auch bei Verzerrungen durch wechselnde Mimik oder veränderte Kamerapositionen erhalten. Anschließend vergleicht das Verfahren die gefundenen Merkmale mit einer abgespeicherten Referenz und ermittelt den Grad der Gitterverbiegung bei einer optimalen Übereinstimmung der beiden Bilder. Die daraus resultierenden Ergebnisse bewerten die Übereinstimmung der Gesichtsgeometrien.

Das neuere 3D-Verfahren benötigt einen höheren technischen Aufwand, da es aus einem Infrarot-Sender und einem entsprechenden Scanner als Empfänger besteht. Allerdings zeichnet es sich durch eine schnellere Erkennungszeit und eine relative Unabhängigkeit von Gesichtsbewegungen aus. Der Sender projeziert ein für das menschliche Auge unsichtbares Infrarotlicht-Gittermuster auf das Gesicht einer Person. Das von der Oberfläche des Gesichts reflektierte Infrarotmuster wird von einem speziellen Scanner erfasst und in Bildinformationen umgerechnet. Um eine sichere Identifizierung einer Person durchzuführen, speichert das System eine bestimmte Anzahl von Bildern mit den entsprechenden 3D-Vektoren ab.

Quelle und weitere Informationen: http://www.tecchannel.de/sicherheit/identity_access/402320/grundlagen_mehr_sicherheit_mit_biometrie/

Lesen Sie im nächsten Teil, wozu die automatische Gesichtserkennung genutzt wird und welche Probleme sich daraus ergeben können.

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